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Quoten & Einsatz

Buchmacher-Marge

Die Buchmacher-Marge ist der Aufschlag, den ein Anbieter in seine Quoten einrechnet. Sie sorgt dafür, dass der Buchmacher langfristig kalkulieren kann, und macht die Quoten etwas niedriger als die reine Wahrscheinlichkeit.

Auf einen Blick

Was: einkalkulierter Aufschlag in den Quoten
Auch genannt: Overround
Effekt: niedrigere Quoten für dich
Faustregel: niedrige Marge bedeutet höhere Quoten

Wie funktioniert die Buchmacher-Marge?

Jeder Buchmacher rechnet in seine Quoten einen kleinen Aufschlag ein. Dieser Aufschlag heißt Marge oder Overround. Er ist der Grund, warum die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aus allen Quoten eines Spiels über 100 Prozent liegt. Für dich heißt das: Die Quoten sind etwas niedriger, als die reine Wahrscheinlichkeit es vermuten ließe.

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Dezimalquote. Wenn du diese Werte für alle Ausgänge eines Spiels addierst, kommst du bei einem fairen Markt auf genau 100 Prozent. In der Praxis liegt die Summe darüber. Die Differenz ist die Marge.

Marge = Summe aller impliziten Wahrscheinlichkeiten - 100 Prozent

Man kann denselben Wert auch über die Auszahlungsquote ausdrücken. Eine Auszahlungsquote von 95 Prozent entspricht einer Marge von 5 Prozent. Je höher die Auszahlungsquote, desto niedriger die Marge und desto höher die Quoten. Die Marge ist normal und bei jedem Anbieter vorhanden. Über sie finanziert der Anbieter seinen Betrieb. Ihre Höhe unterscheidet sich von Wette zu Wette.

Rechenbeispiel zur Buchmacher-Marge

Nimm ein Fußballspiel mit drei Ausgängen: Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg. Der Anbieter bietet folgende Quoten. Für jede Quote rechnest du 1 geteilt durch die Quote, um die implizite Wahrscheinlichkeit zu erhalten:

AusgangQuoteImplizite Wahrscheinlichkeit
Heimsieg1,4568,97 Prozent
Unentschieden4,9020,41 Prozent
Auswärtssieg6,6015,15 Prozent
Summe-104,5 Prozent

Die Summe liegt bei rund 104,5 Prozent. Die Marge beträgt also etwa 4,5 Prozent. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei rund 95,7 Prozent, also 100 geteilt durch 104,5. Je niedriger die Summe, desto höher fallen die Quoten aus. Für die Rechnung brauchst du nur die angezeigten Quoten und einen einfachen Taschenrechner. Wie du Quoten grundsätzlich liest, erklärt der Ratgeber Wettquoten lesen und verstehen.

Wie berechnest du die Buchmacher-Marge?

Mit der Formel oben rechnest du die Marge jedes Marktes selbst aus. Diese Punkte helfen dir beim Einordnen:

  • Summe prüfen: addiere die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes
  • Auszahlungsquote suchen: manche Anbieter weisen sie direkt aus
  • Topspiele und Nischen unterscheiden: bei großen, beliebten Spielen ist die Marge oft niedriger als bei Nischenwetten
  • Märkte unterscheiden: eine Siegwette hat oft eine andere Marge als eine Spezialwette auf dasselbe Spiel

Eine niedrigere Marge bedeutet etwas höhere Quoten. Bei einer einzelnen Wette macht der Unterschied wenig aus. Bei großen Fußballspielen fällt die Marge oft niedrig aus, bei kleinen Ligen oder ausgefallenen Wetten ist der Aufschlag meist höher.

Was bedeutet die Buchmacher-Marge für dich?

Die Marge ist Teil jedes Wettangebots. So ordnest du sie ein:

  • Vorteil für den Anbieter: die Marge sichert ihm eine kalkulierbare Grundlage
  • Vorteil für dich: mit der Formel kannst du die Marge selbst nachrechnen
  • Vorteil für dich: bei Topspielen ist die Marge oft niedrig und die Quoten fair
  • Nachteil für dich: die Marge senkt deine Auszahlung im Vergleich zur fairen Quote
  • Nachteil: die Marge ist oft nicht direkt sichtbar und muss errechnet werden
  • Nachteil: bei Nischenwetten ist die Marge meist deutlich höher

Bei zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen lägen faire Quoten bei 2,00. Mit Marge sind es oft nur 1,90. Diese Differenz behält der Anbieter ein. Die Marge erklärt, warum eine Quote unter dem rechnerisch fairen Wert liegt.

Worauf solltest du bei der Buchmacher-Marge achten?

Beim Thema Marge übersehen viele Nutzer ein paar Punkte:

  • Nischenwetten prüfen: bei seltenen Märkten ist die Marge meist höher
  • Marge ist kein Bonus: eine hohe Quote kann trotzdem mit hoher Marge gerechnet sein
  • Quote richtig lesen: eine hohe Quote heißt vor allem, dass der Ausgang als unwahrscheinlich gilt

Ein häufiger Denkfehler ist, eine hohe Quote sofort als gutes Angebot zu sehen. Die Quote allein sagt nichts über die Marge aus, denn sie hängt auch von der Wahrscheinlichkeit des Ausgangs ab. Erst die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten zeigt dir die Marge eines Marktes. Sportwetten sind Volljährigen ab 18 Jahren vorbehalten, in Bremen ab 21. Prüfe Quoten in Ruhe und setze nur Geld ein, dessen Verlust du verkraftest.

Auch bekannt als: Overround, Quotenmarge, Margin, Buchmacherspanne

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Häufige Fragen zu Buchmacher-Marge

Was ist die Buchmacher-Marge?

Die Buchmacher-Marge ist der Aufschlag, den ein Anbieter in seine Quoten einrechnet. Sie heißt auch Overround und sorgt dafür, dass der Buchmacher langfristig kalkulieren kann. Für dich bedeutet sie etwas niedrigere Quoten als die reine Wahrscheinlichkeit.

Wie berechne ich die Marge?

Rechne für jeden Ausgang eines Spiels 1 geteilt durch die Quote und addiere die Werte. Liegt die Summe bei 104,5 Prozent, beträgt die Marge rund 4,5 Prozent. Je höher die Summe, desto höher die Marge und desto niedriger die Quoten.

Warum ist die Marge für mich wichtig?

Die Marge erklärt, warum Quoten unter dem rechnerisch fairen Wert liegen. Bei zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen lägen faire Quoten bei 2,00, mit Marge oft nur bei 1,90. Die Differenz behält der Anbieter ein.

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