Favorit und Außenseiter
Der Favorit ist die Seite, die ein Sportereignis aus Sicht des Buchmachers eher gewinnt. Der Außenseiter gilt als der weniger wahrscheinliche Sieger und hat deshalb eine höhere Quote.
Auf einen Blick
Woran erkenne ich den Favoriten?
Du erkennst den Favoriten an der niedrigen Quote. Je sicherer der Buchmacher einen Ausgang einschätzt, desto kleiner ist die Zahl. Eine Quote von 1,30 deutet auf einen klaren Favoriten hin. Der Außenseiter, oft auch Underdog genannt, trägt dagegen eine hohe Quote, etwa 5,00 oder mehr.
Der Grund ist einfach. Die Quote spiegelt die geschätzte Wahrscheinlichkeit. Ein hoher Sieg-Verdacht bedeutet wenig Risiko für den Buchmacher und damit eine kleine Auszahlung. Ein unwahrscheinlicher Ausgang wird dagegen höher belohnt. Favorit und Außenseiter sind also keine festen Eigenschaften, sondern ergeben sich immer aus dem Vergleich der Quoten innerhalb eines Spiels.
Ob ein Team Favorit ist, hängt vom Gegner ab. Eine starke Mannschaft kann gegen einen noch stärkeren Gegner zum Außenseiter werden. Schau dir deshalb stets die Quoten beider Seiten an, bevor du tippst.
Bei einem Spiel mit drei möglichen Ausgängen, etwa im Fußball mit Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg, ist meist eine Seite klar bevorzugt. Das Unentschieden liegt oft dazwischen. Bei Sportarten ohne Remis, etwa Tennis, gibt es nur Favorit und Außenseiter.
Wie groß der Abstand zwischen beiden ist, zeigt sich am Verhältnis der Quoten. Liegen Favorit und Außenseiter nah beieinander, etwa 1,80 zu 2,00, ist das Spiel offen. Klafft die Lücke weit auseinander, etwa 1,20 zu 9,00, gilt der Ausgang als ziemlich klar. Trotzdem bleibt es eine Einschätzung und kein feststehendes Ergebnis.
Ausführlich behandelt das der Ratgeber Wettquoten verstehen.
Beispiel mit Quoten
Ein Beispiel zeigt den Unterschied. Bei einem Fußballspiel könnten die Quoten so aussehen. Daneben steht die Auszahlung bei einem Einsatz von 10 Euro.
| Ausgang | Quote | Rolle | Auszahlung bei 10 Euro |
|---|---|---|---|
| Heimsieg | 1,40 | Favorit | 14 Euro |
| Unentschieden | 4,50 | Mittelfeld | 45 Euro |
| Auswärtssieg | 6,00 | Außenseiter | 60 Euro |
Der Favorit bringt pro Euro wenig, der Außenseiter deutlich mehr. Dafür gilt der Sieg des Außenseiters als unwahrscheinlicher.
Du siehst auch, dass das Unentschieden hier weder klarer Favorit noch klarer Außenseiter ist. Es liegt mit seiner Quote dazwischen. So lässt sich aus den drei Quoten ablesen, wie der Buchmacher das ganze Spiel einschätzt.
Was bedeutet das für deinen Tipp?
Ein Tipp auf den Favoriten gewinnt häufiger, bringt pro Euro aber wenig. Ein Tipp auf den Außenseiter geht seltener auf, zahlt im Erfolgsfall jedoch mehr aus. Beides hat seine Berechtigung. Wichtig ist, dass du die Quote als Einschätzung verstehst und nicht als Garantie.
- Favorit: öfter richtig, geringe Auszahlung.
- Außenseiter: seltener richtig, höhere Auszahlung.
- Überraschungen: im Sport jederzeit möglich.
Viele Tipper kombinieren beides. Sie setzen auf Favoriten, wenn sie auf Sicherheit Wert legen, und auf einzelne Außenseiter, wenn sie eine Überraschung für möglich halten. Eine niedrige Quote allein ist aber kein Grund, blind zu setzen.
Auch ein extrem niedriger Wert hat seine Tücken. Bei einer Quote von 1,10 bringt ein Treffer kaum etwas, während ein einziger verlorener Tipp mehrere Gewinne wieder auffrisst. Wäge deshalb immer ab, ob sich die niedrige Quote für dich lohnt.
Favorit oder Außenseiter: Vor- und Nachteile
Weder Favorit noch Außenseiter sind die bessere Wahl. Es kommt auf deine Einschätzung an. Die Übersicht stellt beide Seiten gegenüber.
| Favorit | Außenseiter |
|---|---|
| Gewinnt laut Quote häufiger | Höhere Auszahlung bei Erfolg |
| Niedrige Quote, geringer Gewinn | Geht seltener auf |
| Wirkt sicher, ist es aber nicht | Höheres Risiko pro Tipp |
Worauf solltest du bei Favorit und Außenseiter achten?
Auch ein klarer Favorit kann verlieren, denn im Sport entscheiden Tagesform, Verletzungen oder Zufall. Verlasse dich nicht allein auf niedrige Quoten und setze nie Geld ein, das du zum Leben brauchst. Im Wettbüro stehen Favorit und Außenseiter direkt nebeneinander an der Quotenwand, was den Vergleich leicht macht.
Nutze die Schutzfunktionen deines Anbieters und behalte dein Budget im Blick. Glücksspiel kann süchtig machen und ist erst ab 18 Jahren erlaubt, in Bremen ab 21.
Denke daran, dass auch eine Serie von Favoritensiegen einmal reißen kann. Wer viele niedrige Quoten aneinanderreiht, etwa in einer Kombiwette, erhöht das Risiko, dass ein einziger Ausrutscher alles kostet. Bleibe deshalb auch beim Favoriten nüchtern.
Auch bekannt als: Favorit, Außenseiter, Underdog
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Häufige Fragen zu Favorit und Außenseiter
Was ist ein Favorit?
Der Favorit ist die Seite, die ein Sportereignis aus Sicht des Buchmachers eher gewinnt. Du erkennst ihn an der niedrigen Quote. Der Außenseiter gilt als der weniger wahrscheinliche Sieger und trägt deshalb eine höhere Quote. Im Wettbüro stehen beide an der Quotenwand nebeneinander.
Warum hat der Außenseiter eine höhere Quote?
Weil sein Sieg unwahrscheinlicher ist. Die Quote spiegelt die geschätzte Wahrscheinlichkeit. Ein wahrscheinlicher Ausgang bringt wenig Auszahlung, ein unwahrscheinlicher mehr. So belohnt der Buchmacher das höhere Risiko beim Außenseiter mit einer höheren möglichen Auszahlung.
Warum gewinnt der Favorit nicht immer?
Der Favorit hat laut Quote die höhere Wahrscheinlichkeit, aber keine Sicherheit. Im Sport entscheiden Tagesform, Verletzungen oder Zufall. Genau deshalb gibt es für den Favoriten eine niedrigere Quote und für den Außenseiter eine höhere.




