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Asian Handicap

Das Asian Handicap ist eine Sonderform der Handicap-Wette. Es nutzt oft halbe oder geteilte Werte und schließt das Unentschieden als Ausgang aus.

Auf einen Blick

Prinzip: Handicap mit halben oder geteilten Werten
Besonderheit: kein Unentschieden möglich
Auswahl: meist nur zwei Möglichkeiten
Rückzahlung: teils Einsatz zurück bei bestimmten Ständen

Wie funktioniert das Asian Handicap?

Das Asian Handicap teilt die Wette in nur zwei mögliche Ausgänge: ein Team gewinnt oder das andere. Das Unentschieden fällt als eigenständige Option weg. Möglich wird das durch halbe Werte wie minus 0,5 oder plus 1,5. Bei einem Handicap von minus 0,5 gewinnt deine Wette, wenn das Team das Spiel gewinnt. Ein Remis reicht hier nicht, weil der halbe Punkt nicht erreicht werden kann.

Manche Werte sind geteilt, zum Beispiel minus 0,25 oder minus 0,75. Dann wird dein Einsatz auf zwei benachbarte Linien verteilt. Je nach Ergebnis kann ein Teil gewinnen und ein Teil zurückerstattet werden. Diese Teilrückzahlung ist das eigentliche Markenzeichen des Asian Handicap und unterscheidet es vom klassischen Handicap.

Bei ganzen Linien wie minus eins oder plus eins gibt es zusätzlich den Push. Trifft der echte Abstand genau die Linie, entsteht rechnerisch ein Remis und du bekommst deinen vollen Einsatz zurück.

Mehr dazu liest du im Ratgeber Wettarten im Überblick.

Welche Linien gibt es beim Asian Handicap?

Das Asian Handicap nutzt eine ganze Reihe von Linien. Sie wiederholen sich im Plus- und im Minus-Bereich. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen Werte und ihre Wirkung.

LinieTypWas bei einem Remis passiert
0ganze LinieEinsatz zurück (Push)
plus oder minus 0,25geteilte Liniehalber Einsatz zurück, halber Teil gewinnt oder verliert
plus oder minus 0,5halbe Liniekein Push, klare Entscheidung
plus oder minus 0,75geteilte Liniehalber Teil gewinnt voll, halber Teil je nach Abstand
plus oder minus 1ganze LinieEinsatz zurück bei genau einem Tor Abstand

Bei halben Linien gibt es nie ein Unentschieden in der Wertung. Bei ganzen Linien ist ein Push möglich, bei geteilten Linien eine Teilrückzahlung.

Rechenbeispiel mit geteilter Linie

Angenommen, du setzt 20 Euro auf das Asian Handicap minus 0,25 zu einer Quote von 1,90. Dein Einsatz wird auf zwei Linien verteilt, je 10 Euro auf null und auf minus 0,5. Die Tabelle zeigt drei Szenarien.

Echter AusgangTeil auf 0Teil auf minus 0,5Auszahlung gesamt
Team gewinntgewinnt: 19,00 Eurogewinnt: 19,00 Euro38,00 Euro
UnentschiedenEinsatz zurück: 10,00 Euroverliert: 0,00 Euro10,00 Euro
Team verliertverliert: 0,00 Euroverliert: 0,00 Euro0,00 Euro

Den Gewinnteil berechnest du mit Auszahlung = Teileinsatz mal Quote. Bei 10 Euro und Quote 1,90 ergeben sich 19 Euro pro gewonnenem Teil. Bei einem Remis ist nur ein Teil verloren, der andere kommt als Einsatz zurück.

Wie unterscheidet es sich vom klassischen Handicap?

Beide Wettarten geben einem Team einen fiktiven Vor- oder Rückstand. Der Unterschied liegt in der Behandlung des Unentschiedens und in der Aufteilung des Einsatzes. Das klassische Handicap arbeitet mit ganzen Toren und kennt bei einem rechnerischen Remis nur die Einsatzrückgabe. Das Asian Handicap nutzt zusätzlich halbe und geteilte Werte.

Bei einer halben Linie wie minus 0,5 kann es kein rechnerisches Remis geben. Es gibt immer einen klaren Gewinner der Wette. Bei einer geteilten Linie wie minus 0,25 wird dein Einsatz auf zwei benachbarte Linien verteilt, sodass bei einem Remis nur ein Teil verloren ist und der andere als Einsatz zurückkommt. Diese Feinabstufung macht das Asian Handicap flexibler, verlangt aber auch mehr Aufmerksamkeit beim Ausfüllen.

Im Wettbüro vor Ort hilft dir das Personal gern, die richtige Linie zu wählen, wenn du dir unsicher bist. Für den Einstieg eignet sich eher das klassische Handicap, weil seine Wertung leichter nachzuvollziehen ist.

Welche Vor- und Nachteile hat das Asian Handicap?

Das Asian Handicap ist flexibler als das klassische Handicap, dafür aber weniger einfach zu durchschauen. Wer die Linien verstanden hat, kann sein Risiko sehr genau steuern.

  • Vorteil: kein Unentschieden-Risiko bei halben Linien, es gibt immer einen Gewinner der Wette
  • Vorteil: Teilrückzahlung bei geteilten Linien senkt das Risiko
  • Vorteil: bei ganzen Linien sichert der Push deinen Einsatz
  • Nachteil: die Aufteilung des Einsatzes ist für Einsteiger schwer zu überblicken
  • Nachteil: die Quoten liegen oft nahe 1,90 und damit niedriger als bei reinen Außenseitertipps
  • Nachteil: die Wertung erfordert genaues Hinschauen auf die gewählte Linie

Worauf solltest du beim Asian Handicap achten?

Mach dir vor der Abgabe klar, welcher Wert gilt und ob es sich um eine halbe, ganze oder geteilte Linie handelt. Davon hängt ab, ob bei einem Remis dein Einsatz zurückkommt, halb zurückkommt oder verloren ist. Verwechsle eine halbe Linie nicht mit einer geteilten Linie, denn nur bei der geteilten Linie wird dein Einsatz auf zwei Werte verteilt. Prüfe im Zweifel am Terminal, wie ein bestimmter Endstand gewertet würde, bevor du den Schein abgibst. Diese Wettart richtet sich eher an erfahrene Nutzer, die mit den verschiedenen Linien vertraut sind. Setze nur ein, was du verschmerzen kannst, und spiel verantwortungsvoll. Erlaubt ist das ab 18 Jahren, in Bremen ab 21.

Auch bekannt als: Asiatisches Handicap, AH, Asian HC

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Häufige Fragen zu Asian Handicap

Was ist das Asian Handicap?

Das Asian Handicap ist eine Sonderform der Handicap-Wette. Es nutzt oft halbe oder geteilte Werte und schließt das Unentschieden als Ausgang aus. Dadurch bleiben meist nur zwei mögliche Ergebnisse: Ein Team gewinnt die Wette oder das andere. Diese Wettart richtet sich eher an erfahrene Nutzer.

Wie funktioniert das Asian Handicap?

Bei einem Handicap von minus 0,5 gewinnt deine Wette, wenn das Team das Spiel gewinnt. Ein Remis reicht nicht. Bei geteilten Werten wie minus 0,25 wird dein Einsatz auf zwei Linien verteilt. Je nach Ergebnis kann ein Teil als Gewinn zählen und ein Teil zurückerstattet werden.

Warum gibt es beim Asian Handicap kein Unentschieden?

Das halbe Handicap sorgt dafür, dass es immer einen Gewinner der Wette gibt. Ein Remis kann durch den fiktiven Vorsprung nicht als dritter Ausgang stehen bleiben. Mach dir vorher klar, welcher Wert gilt, und spiele verantwortungsvoll. Erlaubt ist das erst ab 18 Jahren, in Bremen ab 21.

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